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Workshop Körpertanz in Peissenberg bereichert, fasziniert und motiviert

- Zum dritten Mal ein Erfolg, der für sich spricht

Jeder wünscht sich, sich selbst beim Tanzen lebendig, wach und bewusst zu erleben, seinen Spiel- und Erfahrungsraum in der Bewegung auszuprobieren. Das klingt im ersten Moment komplizierter als es ist. Darin waren sich am Ende des Workshops am 26./27. Juni 2010 alle Teilnehmer einig.
Das zweitägige Workshop-Programm hatte es in sich. Im Mittelpunkt der beiden Tage stand unser Kraftzentrum, die Körpermitte. Wird diese Körpermitte stets bewusst wahrgenommen, steht man viel gerader und unser Rücken wird gestärkt.
Am 1. Tag hieß es in der Früh: auflockern, warm machen, den Kreislauf auf Touren bringen. Das sind die Grundelemente eines gesunden Bewegungsablaufes. Wie fit bin ich eigentlich? Was kann mein Körper leisten? Diesen Fragen musste sich jeder zu Beginn stellen und danach seine Muskulatur für das Körper- und Selbsterleben sensibilisieren. Denn, nur wer seinen eigenen Körper selbst kennt, kann über seine Energie dem Tanzpartner die entsprechenden Informationen weitergeben.

Auf dieser theoretischen Grundlage ging es in die Praxis über. Ursel und Thommy machten die Übungen vor und alle waren eifrig bei der Sache, auch wenn so mancher Schweißtropfen geflossen ist und das ein oder andere rote Gesicht zu sehen war - kein Einziger gab auf.
Wer sich aber zur Musik richtig bewegen möchte, braucht dazu innere und äußere Balance. Wie erreiche ich diese? Wie finde ich zu mir selbst? Was ist mit dieser Theorie gemeint? Verständlich und bildhaft erklärte Thommy kurz diese physikalischen Wahrheiten bzw. den meditativen Weg. Nach intensiven, kurzen Übungen konnten die Teilnehmer selbst erfühlen, was in ihrem Körper vorgeht. Es ist die beste Grundlage, Energien aufzubauen, dadurch Veränderungen im Körper auszulösen und diese Impulse dann auf den Tanzpartner zu übertragen bzw. mit ihm gemeinsam zu erfahren.

 

Gespannt warteten dann alle auf den Schauspielunterricht. Ausstrahlung - Gefühle waren hier der Schwerpunkt. Wie gehen wir mit Gefühlen um? Welche Gefühle kennen wir? Wie einfühlsam ist der Mensch? Was bewirken Emotionen? Wie verhält sich der Mensch, wenn er sein Ziel nicht erreicht. An Hand geschickt ausgewählter Rollenspiele konnte jeder sein schauspielerisches Talent zeigen, ja beweisen. Alle Teilnehmer waren hier gefordert, sich etwas einfallen zu lassen, mit Gefühlen zu jonglieren, sie wachzurufen, zu vestärken und ständig zu verändern, zu improvisieren, schnell zu reagieren, Hände und Füße einzusetzen, die richtigen Worte zu finden. Trotz des ernsthaften Hintergrundes wurde in keiner anderen Stunde so viel gelacht, wie gerade hier! Hier wurden nicht nur Emotionen wach gerüttelt, nein – hier wurde ein verbindendes Teamgefühl geschaffen, das den Workshop prägte.
Was wird wohl die Abendveranstaltung bringen? Unterhaltung, Tanzmusik mit Band und Showeinlagen und tanzfreudige Gäste! So viel wussten alle. Wir ließen uns einfach überraschen. Vier Paare aus den Workshopteilnehmern gestalteten die Show und tanzten – gekonnt choreographiert von Ursel – alle Standardtänze im Wechsel und am Schluss einen Wiener Walzer gemeinsam. Das Publikum war begeistert und belohnte die Paare mit viel Applaus.
Im Mittelpunkt des 2. Tages standen die Bewegungsthemen: Bewegungs- und Tanzelemente mit Dehnen, Heben und Senken, korrekter Körperhaltung mit und ohne Musik, alleine, zu zweit und in der Gruppe. Auch hier richtete sich das Hauptaugenmerk auf unser Balancezentrum, auf unsere Körpermitte, auf das Zusammenspiel von Bauch und Rücken. Thommy war in seinem Element. Mit seinen bildhaften, lebendigen Ausführungen riss er alle mit. Anhand einzelner Tanzschritte erklärte er die Bewegungsabläufe, wies auf Ausführungsfehler hin, die unbedingt vermieden werden sollten. Wer hätte hier als Demo-Paar besser überzeugen können als Thommy und Ursel selbst. Detailliert, prägnant und plausibel tanzten sie vor, wie ein Tanzschritt, eine Tanzfigur korrekt ausgeführt werden sollten. Sie betreuten jeden Teilnehmer individuell, zeigten ihm, was zu verbessern ist, worauf er unbedingt achten müsse. Aber – sie lobten auch kräftig und oft! Alle Paare waren hoch motiviert, hatten Spaß und gingen im Training voller Eifer mit.


 

Viele, aufschlussreiche und umsetzbare Informationen – neues und aufgefrischtes Wissen – nahmen die Workshopteilnehmer mit nach Hause mit dem Ziel, ihre eigenen Choreographien zu verbessern und weiterzuentwickeln. Langer, herzlicher Applaus war die Belohnung für Ursel und Thommy verbunden mit dem Wunsch, diese Tradition fortzusetzen, denn sie bereichert, fasziniert und motiviert alle.



Irene Werthmann
München, 28. Juni 2010
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